Letzte Woche … ach, was für ein Wetter … Nachdem der Frühling eigentlich schon Einzug gehalten hatte doch nochmal Kälte, Schnee, Regen .. boah, da schickt man doch keinen Hund 🐶 vor die Tür, von verweichlichten Büromenschen erst gar nicht zu reden 😇. Also ein perfekter Sonntag, um am Rechner im Krönchen-Archiv zu blättern 😎, diesmal zum Thema „Obstbaumschnitt“ ✂️🌳🍎. Und weil ich mich etwas in den Bildern verloren habe, kommt der Blog-Beitrag erst heute – quasi ein Oster-Special 🐰🥚🐣.
Man erinnert sich: für die Jahrgänge 2006, 2008 und 2009 haben wir die Äpfel „irgendwoher“ bekommen. Nein, nicht gestohlen (ischschwör!), sondern hier mal einen Baum, dort mal einen Baum bei Bekannten oder Kollegen geerntet. Wir haben auch mal Geld für ein paar Sack Trierer ausgegeben 😱. Insgesamt waren das jeweils keine großen Mengen die wir da gepresst haben, was man an der erzielten Literzahl ablesen kann (2006: 140L, 2008+2009: 300L). Und 2008 wäre es eigentlich auch noch weniger gewesen. Wir wähnten uns schon fertig als Uli noch mit mehreren Mülltüten voller Äpfel aus Neu Anspach kam („frisch geerntet!“), was dann unsere damalige Kapazität sprengte, oder wie es im damaligen Blog hieß: „Soviel Fässer haben wir doch gar nicht! Wusel geht noch 2 Fässer holen, Uli dito. Was soll man sagen: Am Ende haben wir ca. 300L Saft gekeltert!“ 300 Liter … damals fassungslose Begeisterung, heute wären wir schon sehr enttäuscht – so ändern sich die Zeiten.
2009 bekamen wir dann die große Presse und es war absehbar dass das Apfelwein-Hobby bleiben würde. Und damit kam auch die Frage nach der zuverlässigen Apfelversorgung auf den Tisch.

Lange Rede, kurzer Sinn (die ganze Geschichte erzähle ich an anderer Stelle mal): Plötzlich waren wir Pächter einer Streuobstwiese (genauer: zwei, aber das sind Details 😉) – und somit standen wir im Frühjahr 2010 erstmalig vor der Herausforderung des Obstbaumschnitts, wobei unser Enthusiasmus unsere Fachkenntnis bei weitem überstieg. Natürlich(!) hatten wir den Schnittkurs beim OGV besucht (beim überaus pragmatischen Heiko Fischer), doch das half beim Anblick der Bäume herzlich wenig. Naja, Übung macht den Meister und grau ist alle Theorie … 😱✂️. Seit 2010 schneiden wir also Obstbäume, und davon möchte ich „ein paar“ Bilder zeigen.
Zugegeben: Wie ich feststellen musste sind die Bilder vom Schnitt über die Jahre eher langweilig/ eintönig. Menschen die mit Werkzeug hantieren und damit in einen Baum starren. Ich versuche trotzdem mal wenigstens ein ‚gutes‘ Bild pro Jahr zu finden – da hat man (so der Plan) den Zeitverlauf schön vor Augen.















Wer arbeitet kriegt irgendwann Hunger oder zumindest Appetit – das gilt auch beim Obstbaumschnitt. Anfangs war immer noch „die Feldküche“ mit dabei, später wurde es weniger aufwendig. Zu Anfang haben wir uns aber auch noch bei (fast) jedem Wetter auf die Wiese gestellt und da ist so ein warmes Süppchen zwischendrin Gold wert! Heute sind wir bzgl. Wetter etwas wählerischer (ist ja auch besser für die Bäume 😉) – aber Zeit für Pause ist immer!














Auch jedes Jahr Thema ist die Frage: wohin mit dem Obstbaumschnitt?
Im ersten Jahr haben wir es mit einem Häcksler versucht – der war, obwohl geliehenes Profigerät, zu schwachbrüstig. Danach die Jahre durften wir zum „Osterfeuer“ beitragen (Gruß und Dank an Andrea, Andreas, Gerhard, Pit und die „Aufseher“ der freiwilligen Feuerwehr Niehö) und seit einiger Zeit nutzen wir den Schnitt für Benjeshecken.










Und hier noch die Kollektion der (insbesondere bei mir) beliebten Bilderreihe „Frau im Baum“:











Mit dem Schnitt 2026 sind wir offiziell noch nicht fertig. Da wartet noch der eine oder andere Baum auf etwas Zuwendung. Mal schauen wo wir das noch unter kriegen … „Sommerschnitt“ heißt im Zweifel das Zauberwort – wobei im Sommer auch an anderer Stelle gezaubert werden will. Naja, wird schon werden, ist die letzten 10 Jahre ja auch irgendwie geworden 😇. „I’ll keep you posted“, oder so 😉
PS: Das Beitrags-/Eingangsbild zeigt übrigens Wusel anno 2016.