Heute wieder ein Beitrag aus der beliebten Serie „ein Blick ins Archiv 🔍🗄️“. Aus gegebenen Anlass (gleich mehr dazu) werfen wir mal einen Blick auf die Erfolgsbilanz der Heckstedter Krönchen. Man erinnert sich: die ganze Entstehungsgeschichte der Keltergemeinschaft dreht sich um das Erlangen der Königskrone (=> Krönchen) beim Apfelweinwettbewerb des OGV Niederhöchstadt (=> Heckstadt oder Heckstert) … daher: Heckstedter Krönchen (ach sooo 💡).
Bis wir die Königskrone tatsächlich in den Händen halten durften, brauchte es ein paar Anläufe. Gleich die allererste Teilnahme am Wettbewerb war allerdings wenig motivierend. Damals, 2007, hat noch der OGV Vorsitzende selbst, ggf. zusammen mit ein oder zwei Fachkundigen, die Preiswürdigen ermittelt. Es gab natürlich eine (wenig aussagekräftige) Urkunde, doch die mündlich überlieferte Platzierung war „gerade noch genießbar“. Autsch! 🤕

Aber wir haben uns nicht aufhalten lassen. Jahr um Jahr sind wir angetreten …
.. wobei: 2007 haben wir keinen Apfelwein gemacht, also war der nächste Wettbewerb 2009 mit dem 2008er Jahrgang. Woran merkt man, dass das iPhone erst 2007 auf den Markt kam? Weil man 2008/2009 noch nicht von allem mindestens 100 Fotos hat 📷. Und so fehlen mir vom 2008er Jahrgang und vom 2009er Wettbewerb Bilder 🙁. Ich habe im alten Newsletter-Archiv auch gar keine Notiz vom Wettbewerb gefunden. Seltsam 🤔. Vielleicht habt ihr ja noch was?
Und somit geht’s erst 2010 weiter: Endlich ein Pokal! 🏆


2012 waren wir gleich dreimal erfolgreich: Der Keller Niehö wurde Prinz, Wusel wurde Apfelwein-Ritter und dann gab’s noch einen Sonderpreis für das beste Etikett. Mega!


2013 gingen wir dann wieder leer aus, was an den unscharfen Bildern gelegen haben könnte 🫣😉:

2014 gab es wieder was zu feiern: der Keller Niehö wurde zum Apfelwein-Prinz gekürt, und die Keltergemeinschaft als Ganzes hat einen „Sonderpreis Engagement“ bekommen; naja, wir waren ja auch nie zu übersehen/ überhören 😎

Soderle, jetzt hatten wir eigentlich schon alles gewonnen was es zu gewinnen gab, nur eins fehlte noch: die Königskrone. Mittlerweile waren wir uns gar nicht mehr sicher, ob wir das überhaupt wollen – Vorfreude ist schließlich die schönste Freude 🤔. Aber als es dann soweit war fanden es doch alle irgendwie gut 😉

Mit dem Gewinn der Königskrone waren wir auch für die Hessenmeisterschaft qualifiziert. Natürlich wollten wir gewinnen, aber am Ende hat es nur für Platz 12 von 20 gereicht. Schade 🙁

Neues Jahr, neues Glück: 2016 konnte Wusel beim OGV den Prinzen mit nach Hause nehmen 🤩

2017 ergab sich kein offizieller Titel, aber wir waren inoffizielle „Gute-Laune-Weltmeister“! 🥳

Seit 2018, zur 20. Ausgabe des OGV Wettbewerbs, haben wir die Organisation des Events in unserer Hand. Damit einhergehend gab es eine Änderung im Regelwerk: Nicht nur der Vorsitzende entscheidet, sondern eine dreiköpfige „Fachjury“, und – für den Spaß – die teilnehmenden Kelter:innen selbst. Natürlich wird alles blind verkostet, so dass am Ende das Ergebnis „unantastbar“ ist.
Weil wir die Orga inne hatten, haben wir (Keller Niehö) in den Jahren 2018+2019 nicht am Wettbewerb teilgenommen. Schließlich waren wir für dafür zuständig dass alles „blind“ abläuft – und wenn wir dann auch noch teilnehmen, wird das „unantastbare“ Ergebnis plötzlich angreifbar. So der Gedanke …
„Die Community“ war allerdings anderer Meinung. „Stell Dich nicht so an“, „Du hast nur Schiss“, „Na klar macht ihr mit“ – so die eindeutigen Aufforderungen doch wieder am heimischen Wettbewerb teilzunehmen. Na dann…
Es dauerte aber noch bis 2021 bis es wieder zu einem Erfolgsmoment kam: Wusel wurde nach 2016 erneut zum Prinzen gekürt!

Das hat Wusel wohl gut gefallen 😉, denn 2022 – schon wieder Prinz!

2023 haben wir beim OGV beschlossen die Titel zu ändern. Hintergrund: Der Anteil teilnehmender Frauen am Wettbewerb nahm zu. Da passt König/ Prinz/ Ritter einfach nicht. Königin/ Prinzessin/ Dame waren die Alternativvorschläge – ach neee, geh‘ fott!
Dazu kam, dass wir den Sieger:innen seit 2018 keine schnöden Pokale, sondern handgefertigtes Steingut überreichen. Und da muss man sich schon 8 Wochen vor dem Wettbewerb entscheiden, ob König oder Königin draufstehen soll => geht nicht.
Also neue Namen, und es wurde beschlossen nicht die Herstellenden, sondern die Schoppen zu küren. Somit gibt es seit 2023 die Pokale für Goldschoppen, Silberschoppen und Ehrenschoppen.
Es war wohl ein Zeichen 😉
2023 trat genau das ein, was wir mit der Nicht-Teilnahme in den Jahren 2018+2019 vermeiden wollten. Ich – als Organisator und Moderator – musste den eigenen Schoppen zum Sieger küren. Wie peinlich! Zum Glück war Elisabeth da 🥰

Mit dem Sieg beim OGV durften wir auch wieder bei der Hessenmeisterschaft antreten – und haben diesmal mit einem respektablen 7. Platz abgeschlossen 🥳

Außerdem haben wir beim Wettbewerb in Medenbach teilgenommen – ich sag mal: suboptimal. 10. Platz (von 11). Das passte so gar nicht zu unserer „beste Schoppe ever“-Stimmung.

Und dann kam auch noch ein Wettbewerb in Florstadt: ein großer Spaß (Danke an Hartmut!), und im Ergebnis – da sag ich lieber nix zu 😱😉😎🥳.

Anno 2024 konnten wir in der Heimat beweisen, dass der Königstitel des Vorjahres keine Eintagsfliege war. Es reichte diesmal zwar nicht zum Goldschoppen, aber Elisabeth durfte wieder einen Pokal mit nach Hause nehmen: Ehrensache 😎

Den dritten Platz hatten wir dieses Jahr quasi fest gebucht, denn auch bei unserem zweiten Anlauf in Florstadt durften wir mit einem 3. Platz nach Hause gehen:

Nach 4 Jahren andauernder kleinerer und größerer Erfolge mussten wir wohl mal eine Pause einlegen: 2025 gab’s für uns nichts zu holen. Der 2024er Jahrgang hat den Leuten wohl nicht so gut geschmeckt. Man könnte meinen es ließe sich auch in unserem Keller (Niehö) ablesen. Dort lagern heute (Juli 2026) immer noch ca. 200 Liter 2024er. Trinkt keiner mehr, denn …
… dann kam Jahrgang 2025, also „der Aktuelle“. Und was soll ich sagen: nicht nur dass er mir selbst ganz ausgezeichnet mundet (sage ich das eigentlich jedes Jahr? 😁), er schmeckt auch anderen, selbst mit eher kritischem Gaumen.
Los ging’s natürlich mit dem Wettbewerb beim OGV Niederhöchstadt – einen sensationellen 2. Platz (Silberschoppen) haben wir erreicht, und den Jungs von den Hohenastheimern sei der Sieg (wieder einmal) mehr als gegönnt!

Jetzt verhält es sich so, dass sich nur die Sieger des OGV für die Hessenmeisterschaft qualifizieren. Allerdings: die Hohenastheimer waren durch einen anderen Wettbewerb bereits qualifiziert. Also teilten sie dem Veranstalter der Hessenmeisterschaft (Jockel) mit, dass sie zu unserem Gunsten zurücktreten würden. Jockel war gut gelaunt, hat dem zugestimmt und somit Bingo! – wir waren bei der Hessenmeisterschaft 🤩. Inoffiziellen Ziel: unter die ersten 10 von (in diesem Jahr) 22 Teilnehmenden kommen. Und?
Sehen wir gleich … denn zuvor, bzw. mittendrin haben wir erneut in Medenbach teilgenommen … und das war ernüchternd: 12/ 12 😱. Aber die Medenbächer sind nett, da bekommt man auch als Letzter noch ein „Bronze“ 🙏

Derart motiviert sind wir also zurück zur Hessenmeisterschaft – und die Laune wurde wieder gut ☺️. 9. Platz in einem sehr starken (=wohlschmeckendem) Umfeld. Wir finden es Klasse! Ehrlich! Und wir freuen uns auch für die diesjährigen Sieger: die Hohenastheimer, die uns freundlicherweise ihren „OGV-Platz“ überlassen haben. Mega!


Soderle, das war der kurze Ausflug ins Archiv zu unseren Erfolgen – und auch Misserfolgen – bei den Wettbewerben. Naja, eingangs schrieb ich „aus gegebenem Anlass“ – der ist nun auch schon wieder ein paar Wochen her. Dieser Blogeintrag reiht sich also in die Liste der „mal eben schnell einen Blogartikel schreiben, um dann im Archiv hängenzubleiben“-Beiträge ein 🫣.
Einen habe ich noch: Hier sieht man uns, wie wir nach einem ausgeklügelten Verfahren die Punktevergabe beim OGV Wettbewerb so manipulieren, dass wir zwar regelmäßig etwas gewinnen, es aber nicht zu auffällig wird. Bisher klappt’s 😂🤣😂🤣😎!
